Tourismus Vietnam
Der Tourismus wird in Vietnam immer wichtiger. Nachdem Rucksackreisende, Kultur- und Naturinteressierte, Kriegsveteranen und Badeurlauber das Land schon lange bereisen, taucht Vietnam als Reiseziel nun in den Trend- und In-Listen weltweiter Magazine auf. Hotelinvestoren entdecken vor allem das Potential der 3.000 Kilometer Küstenlinie und der Großstädte. Das touristische Angebot wird immer diversifizierter. Lokale und internationale Veranstalter bieten Rundreisen zu ethnischen Minderheiten, Wander- und Fahrradreisen, Kajaktrips und Mehrländerreisen vor allem in Verbindung mit Kambodscha, Laos und Thailand an. Auch wenn weiterhin Visumpflicht besteht, kann man sich seit 1997 völlig frei im Land bewegen.Vietnams Wirtschaft hat sich vom Agrar- zu einer Dienstleistungsgesellschaft gewandelt. Mehr als ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet das Land mit Dienstleistungen, zu denen auch das Hotel- und Gaststättengewerbe und der Transport gehören. Die verarbeitende Industrie und die Baubranche (28 Prozent), die Landwirtschaft und Fischerei (20 Prozent) und der Bergbau (10 Prozent) haben weit geringere Anteile. Mittlerweile trägt der Tourismus 4,5 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei (Zahl für 2007). Hinsichtlich der ausländischen Direktinvestitionen aber ist der Tourismus vorne dabei. Nach der Schwerindustrie und dem Städtebau fließen die meisten Gelder aus dem Ausland vor allem in Hotelprojekte.
|