Sri Lanka, südöstlich des indischen Subkontinents im Indischen Ozean gelegen, vereint auf einer Fläche von knapp 67.000 Quadratkilometern (das entspricht etwa der Größe Bayerns) eine landschaftliche und kulturelle Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Der Name Sri Lanka - seit 1972 offizieller Staatsname der Republik; der ältere Name 'Ceylon' ist ein Überbleibsel der britischen Kolonialzeit - steht für Reis- und Teeplantagen, für Gewürze wie Zimt, Nelke, Kardamom und Vanille, für Regenwälder und Palmenstrände und für die Gelassenheit und Freundlichkeit der Bewohner. Schwer nachvollziehbar, angesichts einer so toleranten Staatsreligion wie des Buddhismus: Vom 'wahren Paradies' trennt Sri Lanka ein seit drei Jahrzehnten schwelender Bürgerkrieg zwischen der buddhistischen singhalesischen Bevölkerungsmehrheit (etwa 80 Prozent der ca. 19 Mio. Einwohner) und der hinduistischen tamilischen Minderheit. Da sich der Guerillakrieg aber auf die Halbinsel Jaffna und die nördlichen Siedlungsgebiete der Tamilen (das Stammland der militanten Rebellen 'Tamil Tigers') beschränkt, sind die wichtigsten antiken Stätten, das Bergland sowie die Siedlungs- und Urlaubsgebiete der West- und Südküste dem Tourismus meist problemlos zugänglich.