Die knapp 10.000 Einwohner sind hauptsächlich Fischer, halten Schafe, Ziegen und
Dromedare, arbeiten in den wenigen Minen,
Marmor- und
Granitsteinbrüchen, viele sind arbeitslos. Bergbau wird in dieser Region seit Jahrtausenden betrieben. Bereits in
pharaonischer Zeit und später unter den Römern war die Gegend bekannt für Vorkommen an
Gold,
Smaragden und
Halbedelsteinen, sowie
Kupfer und
Blei. Die Straße nach
Edfu wurde vermutlich bereits unter
Ptolemäus II. errichtet und führt vorbei an vielen historisch bedeutenden Plätzen, wie dem Wadi Miya mit seinem berühmten Tempel, erbaut von
Sethos I. und dem
Wadi Baramiya, wo die frühen Ägypter Gruben betrieben. Bis in englische Besatzungszeiten hinein war das Mahlen von Quarzstein mit dünnen Goldadern bei einem Gehalt von ca. 20 g Gold pro Tonne ein Geschäft, das dann wegen Unrentabilität eingestellt wurde. Seit wenigen Jahren sind die Minen durch australische Investoren mit modernen Methoden wieder in Betrieb genommen worden.
Die Einwohner der Gegend gehören ursprünglich zwei Stämmen an: den
Ababda- im nördlichen und den
Bedscha-Beduinen im südlicheren Bereich. Diese leben seit langem in der östlichen Wüste und wurden bereits von den alten Ägyptern zur Verteidigung der Grenze eingesetzt. Später haben sie sich mit den
Arabern vermischt, die auch den
Islam in das Land brachten. (Siehe auch
Gebel-Elba-Nationalpark.) Sie betreiben Viehzucht, sind bekannt für die Holzkohleherstellung und waren auch als ausgezeichnete Jäger bekannt. Ihre Häuser werden Kischa genannt und üblicherweise auf Anhöhen errichtet, um etwaigen Fluten nach Regenfällen zu entgehen. Das Bauen von Häusern ist Sache der Frauen, die diese aus Baumgeäst errichten und mit Palmblättern eindecken.

Ababda-Beduine beim Kaffeerösten
Häufig finden sich in der gesamten Gegend Felszeichnungen (
Petroglyphen), die bis in vorgeschichtliche Zeit zurückreichen. Auf den Darstellungen sieht man damals noch vorkommende Tierarten wie Giraffen und Rinder, auch enthalten sie Jagdszenen. Zudem gibt es viele Plätze für geologisch Interessierte.
Erste Unterkünfte und Restaurants weisen auf den zögerlichen Beginn einer Touristenentwicklung hin.